06.06.2002 Das touristische Angebot ist um eine Perle reicher geworden

Familie Schwamborn lädt zu „Wein im Hof“ – Seit Generationen ist guter Rebensaft hier zu Hause – Anregung der Kundschaft aufgegriffen

LINZ. Das gastornomische Angebot der Bunten Stadt ist um eine Perle reicher geworden. Am Donnerstagabend eröffnete die Familie Schwamborn in der Mühlengasse 1 ihren neuen Ausschank „Wein im Hof“. Zahlreiche Gäste kamen, um Gisela und Dieter Schwamborn zu diesem Schritt zu gratulieren und das neue idyllische Freiluftlokal zu bewundern. Viel Erfolg für das Unternehmen, das nicht nur den Touristen, sondern auch der einheimischen Bevolkerung zu Gute kommen soll, wünschten im Namen der Stadt Linz und in Vertretung des erkrankten Stadtbürgermeisters Adi Buchwald und des erkrankten ersten Beigeordneten Bernhard Reul der zweite Beigeordnete Ernst Peichel. Heike Euskirchen, Geschäftsführerin der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft, gratulierte, weil sie zur Eröffnung terminlich verhindert war, telefonisch. Sie freute sich über diese Bereicherung des Angebots in der Stadt, sagte sie.

Eroeffnung

Wie gut „Wein im Hof“ schmeckt und wie lauschig man in dem neuen Freiluftausschank in der Linzer Mühlengasse 1 sitzt, davon überzeugten sich bei der Einweihung am Donnerstagabend zahlreiche Gäste. Dieter und Giesela Schwamborn (stehend) mit Tochter Simone freuten sich über das Lob, das die ersten Gäste über die neue Attraktion im gastronomischen Angebot der Bunten Stadt aussprachen. Foto: Creativ

Seit Generationen ist guter Wein in der Mühlengasse zu Hause. Im Jahr 1807 wurde die Wein- und Spirituosenhandlung nebest eigener Brennerei gegründet. Dieter und Gisela Schwamborn führen das Unternehmen nun in der fünften Familiengeneration. Bis 1971 wurde in der Mühlengasse der Wein auch noch behandelt, abgefüllt und vermarktet. Heute wird der Rebensaft hier nur noch in Flaschen an den Handel und die Gastronomie verkauft. Nach wie vor werden in der Weinhandlung Schwamborn jedoch die original Linzer Weinhefe und das original Linzer Zwetschgenwasser gebrannt.

„Schade, dass man sich hier nicht auch hinsetzen kann“. Diesen Satz haben Dieter und Gisela Schwamborn oft von ihrer Kundschaft gehört, denn das Anwesen, das die Häuser 1 bis 5 umfasst, erfüllt beste Voraussetzungen für ein lauschiges Weinlokal im größtenteils sogar überdachten Hof. Schließlich griffen die Schwamborns die Anregung auf, bauten für neue sanitäre Anlagen ein weinig um und richteten eine gastfreundliche Lokalität mit einer besoneren Atmosphäre ein. Von ihr ließen sich bei der Einweihung auch die Gäste gefangen nehmen, die lange in Garten und Hof verweilten. Hier kann man auch alte Gerätschaften aus dem einstigen Abfüllbetrieb bewundern wie eine Weinpumpe, eine Verkork-, eine Verkapselungsmaschine, die mit Hand bedient wurden, oder einen Weinkelter, die Traubenmühle, das Rüttelpult. Im Ausschank sind hauptsächlich Pfälzer- und rheinhessische Weine, Rotweine von der Ahr, Weiße von der Mosel, edle Tropfen aus Frankreich, Italien und Spanien, aber auch vom Mittelrhein aus Hönnigen und Hammerstein.

„Der Halbtrockene gewinnt zunehmend Freunde“, beobachtet Dieter Schwamborn eine Veränderung des Geschmacks wieder mehr hin zum Lieblichen. Damit die Promille besser vertragen werden und das Verweilen für die Gäste attraktiver wird, gibt es zu „Wein im Hof“ auch kleine Imbisse wie beispielsweise eine Winzerplatte, belegte Brote, Käsehäppchen und Suppen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 22 Uhr. (Anmerkung von „Wein im Hof“: Öffnungszeiten geändert) (vy)

 

Rhein-Zeitung 06.06.2002

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